Neue Gewohnheiten

Gewohnheiten sind nicht per se gut oder schlecht.  Eine Gewohnheit ist ein Verhalten, das du unbewusst tust. Das heisst, dass du es ohne zu Überlegen machst. Zum Beispiel: Zähneputzen 

Was ist eine Gewohnheit?

Automatizität = Die Gewohnheit geschieht automatisch, du musst nicht überlegen, sie zu tun. Die Gewohnheit entsteht durch Repetition. Eine Gewohnheit bleibt über längere Zeit bestehen, d.h. eine Gewohnheit ändert sich nicht nach ein paar Tagen.

Typische Merkmale von Gewohnheiten

Beispiele: Instagram checken. Handy entsperren. Energydrink trinken. Dessert essen. Gipfeli in der Pause kaufen. Eine Frucht essen. Musik einschalten. Hände waschen.

Welche Gewohnheiten kennst du? Überlege für dich.

«Es dauert 66 Tage, um eine Gewohnheit zu bilden.»

Richtig oder falsch?

Teste dein Wissen & beantworte folgende Aussagen für dich!

Es ist nicht möglich, genau zu sagen, wie lange es dauert, um eine Gewohnheit zu bilden. Es ist abhängig von der Art des Verhaltens, das zur Gewohnheit werden soll. Was aber klar ist: Je öfter du dein Verhalten zeigst, desto schneller bildest du eine Gewohnheit!

Falsch!

Das Phänomen «hangry» gibt es wirklich.

Richtig oder falsch?

Ja, das gibt's tatsächlich! Wenn deine letzte Mahlzeit lange her ist und der Blutzuckerspiegel fällt, gerät der Körper unter Stress. Er schüttet dann Stresshormone aus, etwa Cortisol und Adrenalin.

Richtig

«Da kann es auch zu aggressivem Verhalten kommen», sagt der Psychologe Michael Macht. Vor allem dann, wenn leichte Irritationen hinzu kommen – dann reagierst du deutlich emotionaler und heftiger, als wenn du satt bist.

Der Mensch vergisst Gewohnheiten nicht! Auch wenn du jahrelang nicht Velo gefahren bist – steigst du heute wieder auf, wissen deine Muskeln immer noch, wie es geht!

Crazy!

Es ist einfacher, eine Gewohnheit aufrechtzuerhalten, wenn man die Erinnerung  sehen UND hören kann! Übersiehst du manchmal den Zettel an der Tür mit der Erinnerung, deine Wasserflasche einzupacken? Dann häng zum Beispiel eine kleine Glocke mit an die Tür, deren Klingeln dich zusätzlich erinnern kann.

Fun Fact!

Stell dir vor, du müsstet jedesmal, wenn du die Zähne putzt ganz genau überlegen wie das geht. Oder wenn du die Schuhe bindest...

 Gewohnheiten sind  überlebenswichtig!

Wüstest du  das?

Ohne Gewohnheiten, also Verhalten, die wir automatisch tun,  wäre unser  Gehirn total überfordert.  Daher ist es gut,  dass wir einige Dinge automatisch tun und nicht darüber nachdenken müssen.

Ein wirkungsvolles Tool, dass dir hilft eine neue Gewohnheit in deinen Alltag zu integrieren ist der WENN-DANN PLAN. Dieser unterstützt dich, wenn du von einem Vorsatz ins Handeln gelangen willst.

Wie komme ich am effektivsten zu einer neuen Gewohnheit?

Der Wenn-dann Plan: Wenn du ein neues Verhalten an eine bestehende Situation in deinem Alltag knüpfst, hilft dir das, das Verhalten regelmässig zu zeigen: Wenn (bestehende Situation in deinem Alltag),  dann (gewünschtes Verhalten).  Beispiel: Wenn ich morgens aufstehe, dann esse ich ein Müesli.

Der «Wenn-dann Plan» ist eine Unterstützung, um dein Ziel zu erreichen.

1. Überlege dir ein  positives (=es tut dir gut) neues Verhalten,  dass du in Zukunft gerne zeigen willst. Es soll möglichst einfach und realistisch sein. 2. Überlege dir Hindernisse und Motivatoren für das Verhalten.

Probier's  aus!

Hä?

Überlege dir Hindernisse, wieso du das Verhalten bisher nicht zeigst: Was hindert dich heute, das gewünschte Verhalen zu zeigen? Was könnte dich in den kommenden Wochen daran hindern das gewünschte Verhalten zu zeigen?

Hindernisse

Überlege dir Motivatoren, Vorteile, Anreize, die dich unterstützen das Verhalten zu zeigen: Welche Vorteile hat dein Zielverhalten? Wie würdest du dich fühlen, wenn du das Verhalten zeigen würdest? Was würde dich motivieren, das Verhalten zu zeigen?

Motivatoren

3. Erstelle nun deinen persönlichen  Wenn-dann Plan und berücksichtige dabei deine Hindernisse und MotivatorenBeispiel: Wenn ich morgens aufstehe, dann esse ich ein Müesli.     Wenn du aber keine Früchte zuhause hast, bringt dir dieser Plan nichts...

... Dann könnte dein Plan lauten: Wenn ich am Abend von der Schule nach Hause  gehe, dann kaufe ich mir eine Frucht für das nächste Müesli. Berücksichtige also deine Hindernisse und Motivatoren und erstelle deinen eigenen Plan: Wenn (bestehende Situation in deinem Alltag), dann (gewünschtes Verhalten).

4. Was passiert, wenn du trotz deinem Plan dein Verhalten mal nicht zeigen kannst? Keine Sorge, das wird allen mal passieren. Für diesen Fall kannst du dir nun noch einen Plan B überlegen. Beispiel: Wenn ich meine Frucht nicht zum Frühstück essen kann (weil ich z.B. verschlafen habe), dann esse ich sie in der 10 Uhr Pause/ am Mittag/ nach dem Training.

· Setze dir selbst Erinnerungen, z.B. im Handy, die dich am entsprechenden Zeitpunkt an deinen Plan erinnern. · Suche dir eine Person in deinem Umfeld, vielleicht sogar eine Person, die sich einen ähnlichen Plan vornimmt und... - erinnert euch gegenseitig an euren Plan. - motiviert euch. - tauscht Erfahrungen aus.

Tipps, um dein Verhalten nachhaltig umzusetzen

Überlege dir während der Umsetzung in den nächsten Wochen: Was unterstützt dich deinen Plan umzusetzen? Was hindert dich? Wie fühlst du dich? Mach dir Notizen und sprich mit anderen darüber.

Reflexion

Viel Spass  bei der Challenge  und Umsetzung einer  neuen Gewohnheit!

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